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Laco Bronze Patina Pilot Watches

Zeitlose Ikonen am Handgelenk

Die legendärsten Fliegeruhren der Geschichte
Nina Scally
Laco

Warum Pilotenuhren mehr als nur reine Fluginstrumente sind

Stellen Sie sich vor: Es ist das Jahr 1935, schneidende Kälte erfüllt die Kabine. Sie befinden sich im Cockpit eines frühen Transatlantik-Postfliegers – einer lärmenden Kapsel aus Aluminium und Glas, erfüllt vom Dröhnen des Sternmotors. Inmitten des vibrierenden Durcheinanders aus Skalen, Instrumenten und Anzeigen ist sie Ihr wichtigster Fixpunkt: eine massive Uhr, mit einem derben Lederriemen über der Montur befestigt. Während Ihre Hände in dicken Handschuhen unablässig den Gashebel justieren, das Steuerhorn fest im Griff halten und die Trimmung korrigieren, hält dieser Zeitmesser Sie zuverlässig auf Kurs. Er ist mehr als ein Accessoire – er ist Ihre Lebensversicherung.

The Pilot Watch

Von den Pionieren der Lüfte zu modernen Legenden

Die Fliegeruhr wurde im goldenen Zeitalter der Luftfahrt geboren. Bis heute gibt es kaum ein anderes Uhrengenre, das so unmittelbar die Atmosphäre des Flight Decks heraufbeschwört. Doch lassen wir uns nicht täuschen: Diese Instrumente waren nie als Fashion-Statement gedacht. Sie waren unverzichtbare Cockpit-Werkzeuge, konzipiert für kompromisslose Klarheit, höchste Präzision und absolute Zuverlässigkeit.

Fliegeruhren sind haptische Symbole für den Pioniergeist und die menschliche Überlegenheit gegenüber den Elementen.

Doch warum sind Pilotenuhren heute mehr als nur Instrumente? In einer Welt voller digitaler Redundanz sind sie das mechanische Bindeglied zur Geschichte des Fliegens. Sie sind haptische Symbole für den Pioniergeist und die menschliche Überlegenheit gegenüber den Elementen. Jedes Ticken am Handgelenk ist eine Hommage an eine Ära, in der Navigation noch eine Kunstform und das Vertrauen in die eigene Ausrüstung überlebenswichtig war.

Alles beginnt mit Alberto Santos-Dumont. Der Flugpionier beklagt sich bei seinem Freund Louis Cartier darüber, dass Taschenuhren in der Luft völlig unpraktisch seien. Cartiers Antwort darauf war im Jahr 1904 die Cartier Santos-Dumont – die erste echte Fliegeruhr für das Handgelenk. Mit ihrem quadratischen Gehäuse und den markanten, sichtbaren Schrauben setzt sie darüber hinaus Designmaßstäbe, die über ein Jahrhundert überdauern sollten. Das erste Kapitel der Fliegeruhr-Geschichte war geschrieben.

Gestern wie heute ein Klassiker: Cartier Santos-Dumont
Cartier Santos Dumont / Cartier
Cartier Santos Dumont / Cartier

Von französischer Eleganz zu Schweizer Ingenieurskunst

Als Louis Blériot als erster Mensch am 25. Juli 1909 den Ärmelkanal überquert, wurde er von einem ganz besonderen Instrument begleitet. Die Zenith Montre d’Aéronef Type 20 war ein klares Statement: ein großes, perfekt ablesbares Werkzeug, angetrieben von einem robusten Taschenuhrwerk. Damit wurde die Type 20 zum Inbegriff der ersten großen Abenteuer der Menschheit über den Wolken.

Vergangenheit neu interpretiert: Zenith Pilot im Stil einer “Type 20” Fliegeruhr
Zenith Pilot Automatic / Zenith
Zenith Pilot Automatic / Zenith

Die Innovationen gewannen an Höhe. Rund zwanzig Jahre später waren Fliegeruhren bereits hochkomplexe Navigationshilfen. Ein prominentes Beispiel ist die Lindbergh Stundenwinkeluhr, entwickelt von Longines in enger Zusammenarbeit mit Charles Lindbergh selbst. Diese Uhr half Piloten dabei, den Längengrad mittels astronomischer Navigation zu bestimmen. Dank einer drehbaren Lünette und speziellen Skalen wurde die Uhr zum analogen Computer, der den Himmel lesbar machte.

Wegweiser über den Atlantik: Die berühmte Lindbergh Hour Angel
Lindbergh Hour Angle / Longines
Lindbergh Hour Angle / Longines

Während des Zweiten Weltkriegs folgen die legendären B-Uhren (Beobachtungsuhren), gefertigt von Manufakturen wie Laco, IWC Schaffhausen, Wempe, Stowa und A. Lange & Söhne. Diese Modelle definierten das funktionale Design neu: übergroße Gehäuse, radikal reduzierte Zifferblätter, markante Zwiebelkronen und ein Sekundenstopp für die exakte Synchronisation. Bis heute gelten sie als die puristischste Form des utilitären Uhrendesigns.

Moderne im Look der klassischen B-Uhr: Die Stowa Flieger Verus
Stowa Flieger Verus 36 Automatik / Stowa
Stowa Flieger Verus 36 Automatik / Stowa

In den Nachkriegsjahren ist es die Breitling Navitimer, die für Aufsehen sorgte. Seit ihrem Debüt 1952 ist sie mit ihrer berühmten Rechenschieberlünette das „fliegende Rechenzentrum“ am Handgelenk. Lange vor dem digitalen Zeitalter berechneten Piloten damit Treibstoffverbrauch, Steigraten und Durchschnittsgeschwindigkeiten.

Das fliegende Rechenzentrum: Die Breitling Chronograph Navitimer
Breitling Chronograph Navitimer Chrono B01 / Breitling
Breitling Chronograph Navitimer Chrono B01 / Breitling

Die Evolution der Autonomie erreichte Anfang der 2000er Jahre einen weiteren Höhepunkt mit der IWC Big Pilot’s Watch. Inspiriert von den historischen B-Uhren, kombiniert sie die majestätische Präsenz eines Cockpit-Instruments mit moderner Technik – etwa einer Gangreserve von sieben Tagen. Sie bleibt das Symbol für kompromisslose Ablesbarkeit im imposanten Format.

Eine Hommage an die klassische Fliegeruhr: Die IWC Big Pilot’s Watch
IWC Big Pilot’s Watch / IWC Schaffhausen
IWC Big Pilot’s Watch / IWC Schaffhausen

Geboren im Cockpit – unsterblich am Handgelenk

Jede dieser legendären Fliegeruhren erzählt eine Geschichte von Mut, Innovation und dem obsessiven Streben nach Präzision im Cockpit. Vom Handgelenk eines Santos-Dumont, über die Cockpits der legendären Messerschmitts und Spitfires bis in die Flight Decks moderner Langstreckenjets: Die Fliegeruhr hat sich Seite an Seite mit den weltweit ikonischsten Flugzeugen entwickelt. Sie erinnert uns daran, dass eine echte Pilot’s Watch weit mehr ist als eine stilvolle Hommage an das Abenteuer – sie ist eine treue Gefährtin, geformt aus dem kompromisslosen Anspruch an das Überleben über den Wolken.

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