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Wolbrook

Wolbrook

Die Fliegeruhr von Neil Armstrong
The Pilot Watch Magazine
Wolbrook
20 Mai 2024

Aus dem Dornröschenschlaf erwachte Traditionsmarke

Die Geschichte der amerikanischen Traditionsmarke Wolbrook und ihrer Schwestermarke Douglas reicht bis in die 1940er Jahre zurück. Um genau zu sein, ist Wolbrook die Muttermarke und Douglas ihre Tochtermarke, da im Inneren der Douglas-Chronometer sowohl die Uhrwerke als auch alle anderen Teile mit Wolbrook signiert sind. Diese Praxis war insbesondere in den 1960er Jahren bei vielen renommierten Uhrenmarken üblich, bei denen Gehäuse, Uhrwerke und sonstige Komponenten von den Schwester- und Tochtermarken gemeinsam genutzt wurden.

Wolbrooks Uhren erfreuen sich in den 1950er und 60er Jahren großer Beliebtheit. Ihre robuste Konstruktion sowie ihre herausragende Genauigkeit machen die Zeitmesser zu lebenslangen Begleitern ihrer stolzen Träger. Wolbrooks Chronometer zeichnen sich durch ihre Zuverlässigkeit, durch ihre hochwertigen Komponenten sowie durch ihre moderaten Preise aus. Alle Uhrwerke werden dreifach auf ihre Ganggenauigkeit geprüft, alle Teile sind standardisiert und austauschbar. Beste Voraussetzungen für absolut strapazierfähige Zeitmesser im harten Alltagseinsatz – auch bei NASA-Ingenieuren und Testpiloten.

Ein Zeitmesser für Piloten und Astronauten

So verdankt die 1949 gegründete Marke ihre besondere Bekanntheit vor allem dem Umstand, dass einer der berühmtesten Menschen der Geschichte stolzer Besitzer einer Wolbrook-Uhr, respektive eines Douglas Skindiver Zeitmessers, war – der Ingenieur, Testpilot und Astronaut Neil Armstrong. Als Kommandant der berühmten Apollo-11-Mission betritt Armstrong am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond. In den 1960er und 1970er Jahren ist es gängige Praxis, dass Piloten und Astronauten zusätzlich zu den an sie standardmäßig ausgegebenen Zeitmessern eine persönliche Reserveuhr besitzen. So auch Neil Armstrong.

Die robuste Konstruktion und die konstante Genauigkeit machen Wolbrook-Uhren zu lebenslangen Begleitern ihrer stolzen Träger.

Wolbrook

Wolbrook und die Quarzkrise

Wolbrooks Erfolgsgeschichte nimmt in den 1970er Jahren ein jähes Ende. Billiguhren mit modernen Quarzwerken aus Fernost fluten international die Märkte. Quarzuhren nutzen eine elektronische Uhrwerkstechnologie, bei der ein Quarzkristall als Zeitgeber verwendet wird. Dies ermöglicht eine weitaus präzisere Zeitmessung im Vergleich zu mechanischen Uhren, deren Funktionsweise auf einem komplexen Zusammenspiel von Federn und Zahnrädern basiert. Die neuen Mitbewerber lassen das Interesse an klassischen mechanischen Uhren schwinden und bringen infolgedessen eine Traditionsmarke nach der anderen in wirtschaftliche Schieflage – der Beginn der sogenannten Quarzkrise.

Die Quarzkrise in den 1970er und 80er Jahren führt zu einem tiefgreifenden Wandel in der Uhrenindustrie und wird oft als Wendepunkt in der Geschichte der klassischen Armbanduhr betrachtet. Sicherlich, mechanische Zeitmesser behalten auch weiterhin ihren Platz als Luxusartikel und begehrte Objekte geschätzter Handwerkskunst in der Uhrenwelt, aber gleichzeitig finden Quarzuhren im Massenmarkt immer weitere Verbreitung als praktische, präzise und vor allem günstige Zeitmesser. Infolgedessen werden die krisenbedingten finanziellen Probleme vieler traditioneller Uhrenschmieden derart groß, dass sie ihren Betrieb einstellen müssen. So ist die Quarzkrise auch das Ende von Wolbrook und Douglas – zunächst.

Wiederbelebung nach dem Dornröschenschlaf

Nach einem rund 50-jährigen Dornröschenschlaf werden Wolbrook und Douglas im Jahr 2019 von einem passionierten Team von Uhrmacher-Veteranen wiederbelebt. Wurden ursprünglich die Zeitmesser beider Marken ab dem Ende der 1950er Jahre in Frankreich gefertigt, so werden nun auch alle neuen Uhren wieder auf französischem Boden entwickelt und montiert. Dabei sind Wolbrooks neueste Chronometer in Sachen Ästhetik, Design und Technik stets sehr nah an ihren tickenden Vorfahren angelehnt und versprechen sowohl Alltagsträgern als auch ambitionierten Sammlern – gleich ob in der Luft oder am Boden – ein echtes Vintage-Abenteuer für das Handgelenk.

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Weitere Informationen unter wolbrook.com

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